|
Quelle: goethe2day - das neue Goetheportal im Internet / PHOENIX TV / "Und ich als Protokollant..." - Marcel Reich-Ranicki am 27. Januar 2012 im Deutschen Bundestag / 27.1.2012 / Marcel Reich-Ranicki, der bekannteste deutsche Literaturkritiker (Das Quartett, Der Kanon,FAZ), berichtet im Deutschen Bundestag über seine Zeit im Warschauer Ghetto und die Arbeit als 'Korrespondent' und Sekretär der Lagerleitung im Juli 1942. Acht SS-Offiziere, der Judenrat "und ich als Protokollant" - der 91jährige Publizist gibt eine Reportage darüber "dass alle jüdischen Personen" aus dem Ghetto "umgesiedelt" werden sollten. "Alle arbeitsfähigen Juden" und solche, die der Lagerleitung nützlich sein konnten sowie "die Ehefrauen und Kinder diser Personen" sollten dagegen zunächst verschont werden. / Im Hintergrund der gespenstischen Konferenz protokolliert der junge Reich-Ranicki "Walzermusik" und "15 Kilogramm Gepäck" für jeden Lagerinsassen, der 'umzusiedeln' war. "Aber noch wusste niemand, wohin die Züge gingen". Reich-Ranicki übersetzte das "Todesurteil, das die SS über die Juden von Warschau gefällt hatte" ins Polnische... |
|
weiter …
|
|
Quelle: Presse- und Informationsamt der Stadt Frankfurt am Main (pia), 10.1.2012: "Der Frankfurter Palmengarten und der Botanische Garten sind nun in einer Hand. Die Stadt Frankfurt hat zum 1. Januar 2012 den naturwissenschaftlichen Lehrgarten der Johann Wolfgang Goethe-Universität vom Land Hessen übernommen.In den beiden benachbarten Gärten an der Siesmayerstraße hütet Frankfurt künftig eine der größten Pflanzensammlungen der Welt. Mehr als 13.000 Arten aus allen Kontinenten im Palmengarten und 5000 Arten im Botanischen Garten vermitteln Besuchern einen einzigartigen Eindruck von der biologischen Vielfalt der Erde."
|
|
weiter …
|
|
Rom, den 13. Januar 1787. Wieviel hätte ich jeden Tag zu sagen, und wie sehr hält mich Anstrengung und Zerstreuung ab, ein kluges Wort aufs Papier zu bringen. Dazu kommen noch die frischen Tage, wo es überall besser ist als in den Zimmern, die ohne Ofen und Kamin uns nur zum Schlafen oder Mißbehagen aufnehmen. Einige Vorfälle der letzten Woche darf ich jedoch nicht unberührt lassen.(...)
|
|
weiter …
|
|
goethe2day.de - Das neue Goetheportal im Internet - wünscht Ihnen ein glückliches neues Jahr 2012! |
02.01.2012 Goethes Faust I ungekürzt zum Zuhören Quelle: Presse- und Informationsamt der Stadt Frankfurt am Main (pia), 2.1.2012: "Die Hoffmanns Höfe, eine Gesellschaft des Frankfurter Vereins, veranstalten am Mittwoch, 11., und Donnerstag, 12. Januar, von 19 bis 22 Uhr sowie am Sonntag, 15. Januar, von 11 bis 15 Uhr eine dreiteilige Lesung der ungekürzten Fassung von Goethes Faust I („Der Tragödie erster Teil“). |
|
weiter …
|
|
Quelle: staedelmuseum.de / Das Städel, Beckmann-Ausstellung 7. Oktober 2011 bis 8. Januar 2012 / Städel: "(..) Der Maler Max Beckmann (Leipzig 1884–1950 New York) lebte seit dem Spätsommer 1947 in Amerika. Erst nach dem Ende des II. Weltkrieges und seinem zehnjährigen Exil in Amsterdam gelang ihm die ersehnte Ausreise. Jenseits von Europa sollte er seine letzten drei Lebens- und Schaffensjahre verbringen, die einen befreienden, intensiven Neuanfang bedeuten. Zu seinen Lebensmittelpunkten wurden nun St. Louis in Missouri und anschließend New York. In beiden Städten nahm er Lehrangebote an, die dazu beitrugen seinen Lebensunterhalt zu sichern.
In Amerika trifft Beckmann auf Emigranten wie den ehemaligen Städeldirektor und Freund Georg Swarzenski aus Frankfurter Zeit oder seinen sehr aktiven Kunsthändler Curt Valentin. Persönlichkeiten wie der dynamische Museumsdirektor Perry T. Rathbone, das Ehepaar Pulitzer oder der Kunstsammler Morton D. May fördern und unterstützen ihn. Zu einer spürbaren Inspirationsquelle Beckmanns wird die physisch nie zuvor erlebte räumliche Weite des fremden Kontinents, seine Küsten, die Atmosphäre seiner "wilden" Landschaften ebenso wie die Welt der Metropolen.
|
|
weiter …
|
|
Man mag zugunsten einer schriftlichen und mündlichen Überlieferung sagen, was man will, in den wenigsten Fällen ist sie hinreichend, denn den eigentlichen Charakter irgendeines Wesens kann sie doch nicht mitteilen, selbst nicht in geistigen Dingen. Hat man aber erst einen sichern Blick getan, dann mag man gerne lesen und hören, denn das schließt sich an an den lebendigen Eindruck; nun kann man denken und beurteilen. Ihr habt mich oft ausgespottet und zurückziehen wollen, wenn ich Steine, Kräuter und Tiere mit besonderer Neigung aus gewissen entschiedenen Gesichtspunkten betrachtete: nun richte ich meine Aufmerksamkeit auf den Baumeister, Bildhauer und Maler und werde mich auch hier finden lernen.
|
|
Quelle: FAZ.net / 8.12.2011 / Am Ende bricht der Spuk zusammen - Sahra Wagenknecht zitiert Goethes Faust im Dezember 2011 / http://www.faz.net/aktuell/feuilleton/debatten/kapitalismus/europa-in-der-krise-schluss-mit-mephistos-umverteilung-11554102.html / "(..) Wir wollen alle Tage sparen und brauchen alle Tage mehr. Und täglich wächst mir neue Pein.“ Der so klagt, ist nicht der griechische Finanzminister, sondern der von ähnlichen Finanznöten gebeutelte Marschalk am Hofe des Kaisers in Goethes Faust II. Die Szene spielt in der Kaiserpfalz, in einer sich auflösenden, zutiefst korrupten Gesellschaft, in der Kultur und Ethik jede Bindungswirkung verloren haben, eine enthemmte Oberschicht das Gemeinwesen ausplündert und sich schamlos bereichert, während die Politik ihre Gestaltungsmacht eingebüßt hat. Jeder sucht seinen Vorteil, jeder kämpft gegen jeden, es wird betrogen und gelogen, was das Zeug hält. Verhältnisse also, die uns nur allzu bekannt vorkommen. Einen Kanzler gibt es in der Kaiserpfalz auch, der immerhin – sachter Unterschied zur Gegenwart – bemerkt: „Entschlüsse sind nicht zu vermeiden, wenn alle schädigen, alle leiden...“ Lesen Sie weiter auf >> FAZ.net |
|
Der Neujahrstag ward zu jener Zeit durch den allgemeinen Umlauf von persönlichen Glückwünschungen für die Stadt sehr belebend. Wer sonst nicht leicht aus dem Hause kam, warf sich in seine besten Kleider, um Gönnern und Freunden einen Augenblick freundlich und höflich zu sein.
|
|
weiter …
|
|
|
Wenn das zweite Kapitel aus Franz Kafkas Amerika-Roman (Der Verschollene) beginnt, hat Karl Roßmann das Abenteuer mit dem Heizer (Kapitel 1: der Heizer) scheinbar gut überstanden und ist im Hause seines Onkels angekommen. Es handelt sich um ein Firmengebäude mit neun Etagen und Karl ist so fasziniert vom Ausblick auf die Stadt New York, dass der Onkel ihn ermahnt, dabei nicht zu vergessen, dass der Erfolg eines Neuankömmlings in Amerika gute Grundsätze und einen starken Willen voraussetzt.
|
|
weiter …
|
|
|
An demselben Tage(.) kam er abends zu Lotten und fand sie allein. Sie beschäftigte sich, einige Spielwerke in Ordnung zu bringen, die sie ihren kleinen Geschwistern zum Christgeschenke zurecht gemacht hatte.
|
|
weiter …
|
|
|
Gebrüder Grimm, König Drosselbart (Märchen) Ein König hatte eine Tochter, die war über alle Maßen schön aber dabei so stolz und übermütig, daß ihr kein Freier gut genug war. Sie wies einen nach dem andern ab und trieb noch dazu Spott mit ihnen. |
|
weiter …
|
|
|
Besonders aber tat sich, bei eintretendem Winter, eine neue Welt vor uns auf, indem ich mich zum Schlittschuhfahren, welches ich nie versucht hatte, rasch entschloß (....)Auch hingen wir dieser Lust unmäßig nach. Einen herrlichen Sonnentag so auf dem Eise zu verbringen, genügte uns nicht; wir setzten unsere Bewegung bis spät in die Nacht fort. Denn wie andere Anstrengungen den Leib ermüden, so verleiht ihm diese eine immer neue Schwungkraft. Der über den nächtlichen, weiten, zu Eisfeldern überfrorenen Wiesen aus den Wolken hervortretende Vollmond, die unserm Lauf entgegensäuselnde Nachtluft, des bei abnehmendem Wasser sich senkenden Eises ernsthafter Donner, unserer eigenen Bewegungen sonderbarer Nachhall vergegenwärtigten uns Ossiansche Szenen ganz vollkommen. |
|
(...) Man läßt sich den Winter auch gefallen. Man glaubt sich freier auszubreiten, wenn die Bäume so geisterhaft, so durchsichtig vor uns stehen. Sie sind nichts, aber sie decken auch nichts zu. Wie aber einmal Knospen und Blüten kommen, dann wird man ungeduldig, bis das volle Laub hervortritt, bis die Landschaft sich verkörpert und der Baum sich als eine Gestalt uns entgegendrängt. Alles Vollkommene in seiner Art muß über seine Art hinausgehen, es muß etwas anderes, Unvergleichbares werden. In manchen Tönen ist die Nachtigall noch Vogel; dann steigt sie über ihre Klasse hinüber und scheint jedem Gefiederten andeuten zu wollen, was eigentlich singen heiße. Ein Leben ohne Liebe, ohne die Nähe des Geliebten ist nur eine »Comédie à tiroir«, ein schlechtes Schubladenstück. Man schiebt eine nach der andern heraus und wieder hinein und eilt zur folgenden. Alles, was auch Gutes und Bedeutendes vorkommt, hängt nur kümmerlich zusammen. Man muß überall von vorn anfangen und möchte überall enden.(..)
|
|
Presseerklärung zur Frankfurter Buchmesse 2011, Bad Homburg, den 19.9.2011, Stephan Fröhder: goethe2day - Das neue Goetheportal im Internet ist als Webprojekt jetzt seit fünf Jahren online. Die Intention, ein neues Goetheportal im Internet aufzubauen, bestätigt sich u.a. durch eine stabile Besucherstatistik und die Idee, Johann Wolfgang Goethe und sein Werk mit Hilfe der neuen Technologien auch für solche Leser leicht zugänglich zu machen, die Goethe nicht als Schulaufgabe oder Studienthema verstehen, bleibt aktuell.
|
|
weiter …
|
|
|